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Abendsonne


Abendsonne Leinwandbild

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"Abendsonne" von: Rosmarie Waldrop

 

1

Auf einem Balkon auf dem Seekonk steht. Und voller Gedanken an den Winter. Mein Freund. Und getrunken mit Rotwein I. Denke an die Macht. An ein einziges Wort. Wie zum Beispiel "Tatsache". Wenn ich weiß, was wichtig ist. Dazwischen liegt.

Aber wie mit knorrigen Händen die vielen halten und wie? Die Sonne und den Schatten von Rhode Island? Geschweige denn die Erde?

Der Falke stürzt hinab. Vom Himmel über der Vorsehung. Der Himmel über meinem Kopf. Runter bis zu den Blättern, die nach innen auf den Boden gerollt sind. Aber nicht wie Knospen. Gelb. Eine Katze ist hier begraben und die Blätter. Aufgewirbelt im Wind.

In der Stunde des Falken. Was ist gemeint mit: glaube ich? Oder auch: Ich sitze unter Wolken, in denen. Regen sammelt Gewicht. Ich sitze in dem Tuch meiner Mutter, das ist. Fadenscheinig. In meinem Kopf sitze ich. Am Fluss Euphrat. Seltsam wie Wasser der Himmel der Toten.

Und hoch von den Ästen des Ahorns. Wie ein Vorspiel zum Schnee. Weiße Federn.

2

Aber Musik. Beschleunigt das Haus in seinen Schatten. So zittert die Luft in der Sonne, und die Form des Baumes verschwimmt wie durch eine Flamme gesehen. Schwärme von Monarchenschmetterlingen rühren und streichen über Ihre Wangen. Zur Feier des Tages. Zur Erinnerung.

Fast sichtbar die Worte des Liedes. Verlassen Sie den Mund des Sängers und steigen Sie in die Sonne auf. Die verrückt spielt, statt herunter.

Überschwemmungen, Stürme, Brände. Aber ein Panzer lässt sich nicht mit einem Wort aufhalten. Nicht einmal, wenn man ihn von der Mitte der Straße aus schreit, mit nach vorne geworfenen Händen und ausgebreiteten Fingern.

Auch nicht durch Musik. Obwohl seine Kraft groß ist. Wie die Mittagshitze schiebt er sich zwischen Körper und Seele. Schwierig also. So ungewohnt wie wir an Schönheit gewöhnt sind. Zu wissen, was Wirkung und was Ursache ist.


Ich bin nicht nur als Matrose auf einem Schiff anwesend, sondern auch in meinem Körper. Vermischt.

3

Mein Vater dachte, er hätte die Gabe, die Sterne zu lesen. Um zu wissen, ob das Licht in den Augen eines Menschen. erloschen war. Um zu hypnotisieren. Ich blieb wach. Schwach in den Knien bin ich. Keine spirituelle Frau. Und zur Erde gezogen.

Er sagte, man müsse aus der Ferne schauen: Was sind wir doch für Kinder, so ernsthaft beim Spielen. Im abgenutzten Licht, im Nachglühen. Doch Feuer ist in Worten gegenwärtig.

Deshalb versuchen wir zu lesen. Der Stein, das Holz und das Gras, die Wolke und der Blitz und die Luft. Und die Menschen der Antike und die Dichter. Und die Frösche quaken in den Sümpfen.

Und zu stehen. Den Himmel um die Schultern hoch auf einem Berg. Oder auf einem Balkon. Und zu wissen, dass du werfen musst. Wie so viele Schatten. Deine Worte in die Ferne. Oder Papier. Aber werden sie sich überspannen?

Und am nächsten Morgen gehst du in die Bäckerei und bittest um einen Laib Roggenbrot. Auch das ist Arbeit, und ohne sie zerbröselt der Traum in seiner Glasvitrine. Und wir müssen den Ozean bereisen, nur um ihn zu sehen.

4

Mit großer Kraft werden unsere Körper aus unseren Müttern herausgezogen. Und seitdem gehen wir fast wie Waisenkinder. Mit einer Narbe im Gehirn.

Und erinnern uns an unsere Kindheit zwischen Fäden und Marionetten. Krücken. Die Knie unter dem Kinn zusammengepresst. Und Spielzeugkrieger mit Lanze und Schild und rotem Abzeichen, das für Mut sorgt.

Die wir brauchen, um in drei Dimensionen zu leben. Von trockener Luft. Oder nass. Unter Messlehren aus Draht und Schnur. Die mein Vater vorher angesehen hatte.

Und mit dem Finger darauf getippt hat, um sicher zu gehen. Sie waren fest, nicht gebrochen. Er zog seine Hose gegen die Schwerkraft an und versuchte zu erkennen. Die Leine zwischen Teilchen und Welle.

Tee hat auf sein Buch getropft. Die Buchstaben unter den Tropfen vergrößern sich, bis ein welliges Grau den Überschuss aufsaugt. Wenn man jedoch zu tief eintaucht, denkt er. In Gedanken. Man kann nicht ruhen, bis man ganz unten angekommen ist.

5

Lassen wir uns Zeit, Sophie, und passen wir die Knochen der Erde an. Auch wenn sie im Inneren des Fleisches und unseres Blutes sichtbar werden. Nicht mehr überlaufen und verschüttet werden.

Es bleibt noch viel zu tun. Und der Geruch von reifen Pfirsichen. Und Long-Jing-Tee. Und Lungen voller Worte. Und ein undurchsichtiger Körper zu sein, der die Sonnenstrahlen auffängt.





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